Molekularer Mechanismus der Metastasierung maligner Melanome

Melanoma Inhibitory Activity (MIA) wird spezifisch von Melanomzellen exprimiert und sezerniert, nicht aber von Melanozyten. Durch direkte Interaktion mit den Zelladhäsionsmolekülen Integrin a4b1 und a5b1 reguliert MIA das Ablösen der Zelle von umgebenden Matrixstrukturen und fördert so die Migration, Invasion und schließlich die Bildung von Metastasen des malignen Melanoms.

Abb. 1: Bosserhoff, 2005, Pigment Cell Res


Seit der Aufklärung der 3D-Struktur des Proteins fokussieren sich unsere Untersuchungen auf die Identifikation von MIA-bindenden Proteinen sowie auf Peptide und Small Molecules, die das MIA-Protein funktionell inhibieren können.

Um die Rolle des MIA-Proteins in der Entstehung und Progression des malignen Melanoms besser zu verstehen, arbeiten wir mit einem Melanom-Mausmodell, welches innerhalb von 3-4 Monaten spontan Haut-Tumore entwickelt. Die Kreuzung dieser Melanom-Mauslinie mit der MIA-defizienten Maus soll Aufschluss darüber geben, ob MIA in der frühen Entstehungsphase  maligner Melanome beteiligt ist und welche molekulare Rolle es dabei einnimmt.

Abb. 2: 3D-Struktur des MIA-Proteins


Ferner gibt es Hinweise, dass MIA regulierend auf weitere Proteine wirkt. Aus diesem Grund untersuchen wir die Regulation von p54nrb durch MIA und die Rolle, die dieses Protein in der Entstehung, Progression und Metastasierung von Melanomen spielt.

Forschungsschwerpunkt: Malignes Melanom

Weitere Forschungsschwerpunkte